Pfinztalcoonies

Giardien u. mehr


Giardien, Giardiose
Blutohr/ Othämatom
Entropium/ Rolllid 
Darminvagination
Kinnakne 
Rebound effekt 
Laserpointer und plötzlicher Herztod 
Suprelorinchip 
Frühgeburt 
Herpes/ Calici-Infektionen
Vergiftungserscheinungen

verstopfte Tränendrüsenkanäle

ich möchte auch hier wieder erwähnen, dass nicht alle aufgeführten Krankheiten bei uns aufgetreten sind, sondern, dass ich Dank vieler Informationen von anderen Personen die daraus gewonnen Erfahrungen weitergeben kann.



Giardien/ Giardiose
und deren erfolgreiche Behandlung.

Begriffserleuterung:

Giardien (Giardia) sind eine Gattung von mikroskopisch kleinen Dünndarm-Parasiten. Sie werden, ähnlich wie Kokzidien, traditionell zu den Protozoen gezählt, d. h. es sind heterotrophe („tierische“) Einzeller. Sie kommen weltweit bei einer Vielzahl von Säugetieren, aber auch bei Amphibien, Reptilien und Vögeln vor. Für den Menschen stellen sie als Zoonoseerreger eine Gefahr dar. Ein weit verbreiteter Vertreter der Giardien ist Giardia intestinalis, auch Giardia lamblia oder Giardia duodenalis genannt, der Vögel und Säugetiere befällt. Giardia agilis kommt bei Reptilien vor, Giardia muris bei Nagetieren und Vögeln.

Die Darmparasiten haben eine birnenförmige Gestalt mit zwei typischen Kernen, die den Anschein eines Augenpaares (in Wirklichkeit Zellkerne mit Erbinformationen) haben. Zur Fortbewegung nutzen Giardien ihre Geißeln. Mit Hilfe ihrer Bauchhaftscheibe sind die Durchfallerreger in der Lage, sich an der Darmwand des Wirts festzusetzen, d. h. sie dringen nicht in das Gewebe ein. Dort vermehren sie sich dann millionenfach auf der Oberfläche der Darmschleimhaut.

Um andere Lebewesen (u. a. auch Menschen) zu befallen, umgeben sich jeweils zwei Giardien mit einer schützenden Hülle und lassen sich über den Kot ausscheiden. Durch die Hülle sind sie tage- bis wochenlang geschützt, bevor sie vom neuen Wirt über verschmutztes Wasser oder Nahrungsmittel aufgenommen werden. Die infektiösen Parasiten bleiben in feuchten Böden bis zu sieben Wochen infektiös, in kühlem Wasser (4 °C) bis zu drei Monaten, wobei sie unter optimalen Bedingungen sogar mehrere Monate lebensfähig bleiben können.

Viele Menschen und Tiere beherbergen Giardien im Darm, ohne sich krank zu fühlen. Trotzdem scheiden sie den Parasiten mit ihrem Stuhl aus. Andere befallene Individuen leiden an Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall. Beim Menschen wird eine Infektion mit Giardien meist mit einer Reise in tropische Regionen oder Abenteuerreisen in die freie Natur erklärt. Tatsächlich sind die hygienischen Bedingungen in diesen Gebieten oder „Camps“ oft ungenügend, so dass eine Ansteckung durch Wasser oder Nahrungsmittel leicht möglich ist.

Giardien stellen ein Problem in der Trinkwasseraufbereitung dar, sie lassen sich weder durch Chlor noch durch Ultraviolettstrahlung komplett abtöten. Aus diesem Grund wird zur Oberflächenwasser-Aufbereitung häufig Ultrafiltration eingesetzt, um sie abzufiltrieren.


Behandlung/ Therapie

Ich wurde mehrfach gebeten diese Erkrankung seperat aufzugreifen, da sich diese Art der Parasiten bei  Züchtern und Tierbesitzer immer mehr ausdehnt, und der Leidensdruck bei Mensch und Tier so groß wie nie ist.
Ich werde hier Tipps zur Behandlung weitergeben die bei konsequenter Einhaltung und Geduld zum Erfolg führen wird.

Auch wird es aufgrund der gebildeten Resistenzen tatsächlich sehr schwer in einem größeren Tierbestand diese Einzeller mit den herkömmlichen Medikamente zu eliminieren.

Bisher wurden Hunde und Katzen mit "Fenbendazol" oder "Metronidazol" behandelt. In der Regel 5 Tage Tabl. 3 Tage Pause.
Das ganze im Zyklus von 3 Wochen. 

Der Wirkstoff "Carnidazol" in Form von dem Produkt " Spartrix" ist schon lange bekannt und hat auch noch Erfolg, obgleich es ursprünglich für Brieftauben mit einer Giardiose hergestellt wurde.Ein Geheimtip unter Züchtern und gerade bei großen Tierbeständen zu empfehlen.

Bei den ersten beiden Präparaten ziehen sich die Giardien zurück um nach wenigen Tage zurückzukehren um sich erneut zu vermehren.
Es geht sogar soweit, dass viele behandelte Katzen und Hunde auf das hochdosierte Antibiotika mit Durchfall reagieren und somit eine Reinfektion durch den nun geschädigten Darm begünstigen.
Es ist ein Kreislauf ohne Ende und das Immunsystem des geschwächten Tieres  ist anfällig für weitere andere Infektionskrankheiten. Auch das Wachstum wird von diesen Parasiten stark beeinträchtigt und die Tiere wirken dünn , kränkelnd und zerbrechlich.
Auffällig ist das eher gesteigerte Fressverhalten und  trotzdem eine Gewichtsreduktion.
Bei Jungtieren und Welpen kann es sich durchaus auch zu einer lebensbedrohlichen Form ausweiten. Ein Flüssigkeitsverlust und damit verbundener geminderter Mineralstoffversorgung kann Diese derart schwächen, dass der Stoffwechselhaushalt nicht mehr stabil gehalten werden kann.

Werden Giardien bei ihrem Tier durch eine Kotprobe diagnostiziert,
(also aufgrund immer wiederkehrenden Durchfällen oder sehr weichem Kot mit kleineren Blutauflagen festgestellt. Vielleicht übergibt sich die Katze/ der Hund auch regelmäßig nach dem Fressen.)

So muß mit einer Behandlung begonnen werden. Der Tierarzt wird die herkömmlichen Med. verordnen und Diese werden dann dem Tier verabreicht. Zeitgleich muß die Katzentoilette täglich gereinigt werden, und mit " Desifin" desinfiziert werden.
Auch die Trinknäpfe sollten täglich mit heißem Wasser ausgespült werden.

Die großen Aktionen, wie Dampfreinigen der Kratzbäume der Teppiche und der Böden können sie sich sparen. Es wird zwar empfohlen, aber es ist nicht zwingend notwendig. Normale Sauberkeit wie sie es ohnehin mit ihrem Tier handhaben, genügt. Im Gegenteil, der Dampf des Reinigers kühlt schon vor dem Eindringen in Teppiche oder Stoffe der Kratzbäume soweit ab, dass das lauwarme, feuchte Milieu das dadurch gefördert wird  ein idealer Nährboden für die Entwicklung der Einzeller ist. Waschen sie alles was möglich ist bei 60° und desinfizieren sie mit " Desifin". Einsprühen und aufwischen mit Kolloidalem Silberwasser ist zusätzlich zweckmäßig.

Spricht ihr Tier nicht auf das Antibiotika an oder verträgt es Dieses gar sehr schlecht ,so muß man alternativ behandeln. Viele Tierbesitzer beginnen auch gerne schon zu Beginn mit der Homöopathie, denn durch Informationen wissen sie schon von den Antibiotika -Resistenzen bei Giardien.

Es gibt tatsächlich ein homöopathisches Medikament ( Aethiops antimonialis D4 in Komb.mit Okoubaka D 3 ) das erschwinglich und mit etwas Geschick leicht zu dosieren ist. Es ist unschädlich für trächtige Katzen, auch Welpen mit geringer Wochenzahl und nierenkranken Katzen/ Hunde kann man es unbedenklich verabreichen.
3 -4 mal täglich 14 Tage lang und dann noch einmal 14 Tage einmal täglich.
Die Fütterung sollte die ersten 14 Tage aus Nassfutter/ Frischfleisch und gedämpften zerdrückten Karotten bestehen, danach kann ganz normal das gewohnte Futter/ auch Trofu weiter verabreicht werden.
Flohsamenschalen und probiotisches Pulver (zB. Dr. Wolz) ( Sanatura )fein über das tägliche Nassfutter und einen guten Schuß Wasser dazu, sorgt für das nötige Gleichgewicht des durch die Giardien und Medis hervorgerufenen geschädigten Darmes.
Sollten sie gut 4 -6 Wochen täglich verabreichen. Dazu von Dr. Wolz ,Darmflora plus selekt täglich eine Kapsel.

Hat ihre Katze wieder festen Kot ohne Blutbeimengungen, können sie davon ausgehen, dass die Giardien beseitigt sind. Trotzdem sollten sie vorsorglich nach 6 Wochen noch einmal eine 14 Tage Therapie mit je einer Tabl. wiederholt werden. Das Problem sind die Reinfektionen, die einen erneuten Ausbruch bewirken.

Auch haben ich ein Feedback von einige Katzenbesitzer, die haben die Giardien allein durch die Flohsamenschalentherapie , Probiotisches Granulat und Heilerde bekämpft. 
 6 Monate diese Kombination, mit viel Wasser, ein wenig Thunfisch zum neutralisieren dazu und die Giardien sind weg.

Dann gibt es noch die Kräuterbuttermilch. Diese habe ich durch Zufall entdeckt. 
Kochen sie einen 1/4 Liter Tee aus
zwei eßl. Majoran, zwei eßl. Thymian und zwei eßl Oregano
vermischen sie diesen mit 1/4 Liter Buttermilch und geben sie 3-4 Wochen jeden Tag 2-4 eßl über das Futter. Wird von den meisten Hunden und Katzen ganz gut toleriert. Funktioniert auch bei Welpen.

Hätte ich das alles zu gegebener Zeit gewußt, hätte ich viel Geld gespart und sehr viel weniger Chemie in meine Tiere gesteckt.

Im Übrigen können sie auch Giardien riechen. Es ist ein übler ,stark stinkender Kot, bei dem schon kleine Mengen einen ganzen Raum geruchlich verpesten können.

Dieser Geruch verschwindet meist schon nach einigen Tagen der Behandlung und würde ihnen sofort bei Wiederkehr auffallen.


Blutohr / Othämatom

Ein Blutohr kommt bei Tieren ,aber auch beim Menschen nicht selten vor. Es ist eine Einblutung in die Ohrmuschel aufgrund eines Traumas ,auch durch Stiche von Parasiten oder dadurch entstandene Entzündungen. Eine Ohrvene wird verletzt und ein unter die Haut eingeblutetes Hämatom entsteht. Nicht ein Einbluten ins Gewebe wie beim Anstoßen an Gegenstände, sondern zwischen Haut und Gewebe.
Gerade das Ohr besteht nur aus einem geringem Anteil an Gewebe, überwiegend aus Knorbel und Haut. Das erschwert die Resorbtion des geronnenen Blutes. Deshalb wird der Tierarzt das Hämatom öffnen und das flüssige Blut ablaufen lassen, ggf.eine kleine Drainage legen. Der Schnitt muss aber so gross sein, damit auch das wieder neu nachgebildete Blut weiter abfließen kann. Sonst würde das Hämatom sich erneut füllen und der Druck im Gewebe wieder ansteigen.
Wird das Blutohr nicht geöffnet, gerinnt das Blut im Ohr und verhärtet sich. Das verhärtete Blut kann durch Knorpel und Haut sogut wie nicht abgearbeitet werden und der Zustand der Ohrmuschel wird zeit Lebens knotig bleiben. Bei vielen Hunden und Katzen entsteht dadurch auch ein Klappohr, das heißt die Ohrmuschel klappt nach vorne und kann sich nicht wieder aufrichten. Ein ästhetischer Defekt, der zwar die Gesundheit des Tieres nicht weiter tangiert, aber bei Zuchtkatzen/ Hunde nicht mehr als Ausstellungswürdig betrachtet wird.


Rolllid/ Entropium

Das Entropium( auch Rolllid bezeichnet) ist eine Fehlstellung des Augenlids, meist des unteren. Das Lid ist einwärts gekehrt, so dass die Wimpern auf der Hornhaut schleifen, wasTrichiasis genannt wird.Diese Art von Fehlstellung kann angeboren, erworben, und neuerdings wird auch vermutet, erblich bedingt entstehen.

Das Letztere ist nicht belegt, basiert also auf einer Vermutung. Meist handelt es sich dabei um Rassen wie Mops ,Bullterrier usw. Bei Katzen trifft es die Perser, Maine-coon usw.
Trotzdem sei erwähnt, dass es keine statistischen Belege dafür gibt, dass besondere Rassekatzen vermehrt an einem Entropium leiden wie Hauskatzen oder ähnliche.

Die Symptome gleichen sich bei Hund und Katze. Meist fängt es mit einer leichten Bindehautentzündung an, die durch Behandlung kaum Besserung bringt. Das Tier kneift das betroffene Auge zusammen, Katzen ziehen sich die Nickhaut vor um das Auge zu schonen.
Dann von heute auf Morgen rollt sich das Lid plötzlich meist am unteren Augenlid ein und verharrt in dieser Position.

Bei jedem Lidschlag schrubbern die Wimpern auf der Hornhaut des Auges. Was sehr schmerzhaft ist. Das Zusammenkneifen des schmerzenden Auges bewirkt eine Spastik, die in seltensten Fällen rückläufig ist. Wird das Auge nicht sofort behandelt, besteht die Gefahr einer Hornhautverletzung ,die bis zur vollständigen Auflösung deren führen kann. Ein leichter Hornhautdefekt verheilt nach Beseitigung der mechanischen Reizung innerhalb von 2 Tagen, eine komplette Zerstörung der Hornhaut wird beim Mensch nur mit einer Tranzplantation behoben .
Beim Tier wird das aus Kostengründen selten vorgenommen. Also muß bei einem entstandenen Rolllid sofort operiert werden um weitere Schädigungen der Hornhaut zu verhindern. Dabei wird durch einen kleinen Schnitt unterhalb des Lides ein Teil des Gewebes entfernt und der Hautdefekt wieder verschlossen.

Solch eine Op sollte meines Erachtens ein qualifizierter Tierarzt für Augenheilkunde durchführen. Die Gefahr durch zuviel Entnahme von Gewebe kann leicht zu einem Ektropium führen, das heißt das Augenlid stülpt sich dann nach außen.
Schon die Diagnose muß durch einen Spezialisten gesichert sein, denn auch ein Fremdkörper im Auge des Tieres kann das Einrollen eines Augenlides bewirken, oder eine virenbedingte Infektion, wie Herpes ist oft Ursache des Selbigen. Dabei handelt es sich dann um ein spastischbedingtes Einrollen, durch Entzündung oder Fremdkörper der Hornhaut, was durch Abheilen Dieser manches mal wieder rückläufig ist. Leider nur in den seltensten Fällen.

Wir haben es erlebt, dass ein Tierarzt die Situation verkannte, falsch behandelte, das Tier dadurch wochenlang leiden mußte, und die Rechnung letztendlich auf 1800 € anstieg. Zum Glück konnte der Kater sein Augenlich erhalten, hatte aber 3 OP´s und viel Schmerzen. Deshalb ist es wichtig im Zweifel immer zwei Meinungen einzuholen, oft ist ein Facharzt der bessere Ansprechpartner.

Und VORSICHT
vor Tierärzten die sehr viel und schnell reden ,dabei aber doch nichts verständlich aussagen !

Mein Vertrauen hält sich bei den Schnellrednern in Grenzen, denn oft versuchen Diese durch viele medizinische Fachwörter ihre eigene Ahnungslosigkeit zu verdecken.
Setzen sie an ihren Computer und googeln sie nach Augenspezialisten, es gibt sie.


Darminvagination   

Eine Darminvagination gehört zur Familie des Darmverschusses. Ein Stück Darm schiebt sich in sich selbst zusammen. Man kann sich das wie ein Handschuh vorstellen den man über die Hand abstreift, sodass die Finger noch im Handschuh stecken während der Handrücken schon freiliegt.
Genauso verhält sich der Darm bei einer Invagination. Der gesunde Darm ist ständig in Bewegung um den Verdauungsbrei weiter zu befördern. Aus irgend einem Grund ist dazwischen aber ein Teil des Darmes der nicht ganz so beweglich erscheint oder sich akut in fast lahmem Zustand befindet. Vielleicht aufgrund einer kurzfristigen Entzündung des betreffenden Darmabschnittes oder einer Minderdurchblutung. Der aktive Bereich schiebt sich durch forsierende Bewegungen über den lahmen Teilbereich und verengt dessen Lumen.
Der Nahrungsbrei kann dadurch nur sehr langsam weiterbefördert werden. So reagiert der aktivere Darmabschnitt mit vermehrter Peristaltik/ Bewegung und stülpt sich langsam immer mehr über den anderen. Irgenwann ist kein Durchkommen von der zuverdauenden Nahrung mehr möglich und es entsteht unwillkürlich ein Verschluss.

Ein Darmverschluss ist eine akute lebensbedrohliche Situation. Denn wird das Darmgewebe nicht mehr genügend mit Blut versorgt, stirbt es ab. Somit ist auch eine Nahrungsverwertung und Aufnahme von Nährstoffen nicht mehr gewährleistet. Die Zersetzung des toten Gewebes tritt ein, der Darm zerbricht und entleert sich in den Bauchraum. Es besteht kaum mehr Rettung für das Tier.

Deshalb ist es wichtig die Symptome dieser Erkrankung zu erkennen. Manch ein Tierarzt hat durch Stellung von Fehldiagnosen einen rechtzeitig angemeldeten Patienten mit einer Buscupanspritze und Vomex nach Hause geschickt und auf den nächsten Tag vertröstet. Meist erlebte das Tier diesen dann nicht mehr.

Symptome:

extremes Krankheitsbild,Aparthie
eingefallener und spitzer Gesichtsausdruck.
Nahrungsverweigerung und häufiges,
wiederkehrendes Erbrechen von starkzersetzten Nahrungsresten oder sogar Kot.
Kein oder nur noch wenig Absetzen von Kot.
Schmerzempfindlichkeit des Oberbauches / Unterbauches. Erhöhter Herzschlag Nervosität, 
starke Unruhe des Tieres.
Leicht erhöhte Temp.
schleppende Gangart.
kollernde Darmgeräusche 

Eine Diagnose stellt sich oft sofort nach einem Ultraschall, aber auch ein Röntgenbild auf zwei Ebenen kann Klarheit bringen. Besteht nur der geringste Verdacht, ist auf jeden fall eine OP notwenig. Im Zweifel rettet sie Leben. Bestehen sie eindringlich beim Tierarzt auf genauste Abklärung bevor sie wieder nach Hause fahren. Ansonsten fahren sie in die nächste Tierklinik. Kostenspargründe sind in solch einem Falle fehl am Platz, sie werden ihr Tier sonst verlieren.,

Was letztendlich zu solch einem akuten Geschehen führen kann, ist noch weitgehend unerforscht. Fakt ist, dass es prozentual mehr Jungtiere im ersten Lebensjahr betrifft. Aber auch Katzenmamas nach Geburten und Tiere mit starkem Parasitenbefall. Eine erbliche Disposition steht auch im Verdacht, ist aber bisher noch nicht belegt worden. Auch hat eine retrospektive Studie ergaben, dass die Rasse Maine-coon eine Prädisposition für die Darminvagination besitzt.

Ich persönlich habe auch die Vermutung, dass unsere Futtermittelindustrie nicht ganz unbeteiligt an Darminvaginationen ist. Zuviele Zusätze die nicht zu den natürlichen Bedürfnisse der Katzen gehören ,werden in der Futterproduktion verwertet. Siehe Getreide , Zucker, künstliche Zusatzstoffe , Aromen usw. Ganz allgemein auch das Trockenfutter ansich.
Deshalb warne ich meine Käufer vor Trockenfutter als Alleinfütterung. Nicht nur ,dass die Nieren Schaden erleiden können, sondern auch dass der Darm nur durch vermehrte Wasserrückresorbtion oder übermäßiges Trinken imstande ist das Trofu zu verwerten.


Kinnakne

Als Katzenakne oder Feline Kinnakne bezeichnet man eine Hauterkrankung bei Katzen deren Ursache nicht geklärt ist. Sie wird als ideopathische Verhornungsstörung angesehen wobei unter Umständen eine verstärkte Talgproduktion, Immunsuppression, Viren und Stress als Faktoren eine Rolle spielen können.

Auch wir haben eine Katze die zweitweise an dieser Form der Akne leidet. Sie entsteht spontan und ohne Vorankündigung. Verstärkt sich in ihrer Intensität so weit, bis ein kleiner Hautdefekt sichtbar wird. Oft entzündlicher Art und bei Nichtbehandlung auch bakteriell bedingt. Es bleibt nicht aus, dass beim Fressen und Trinken Nahrungsreste diese Prozesse noch verstärken.

Die Ursachen wurden oben schon erwähnt, aber sind nicht zwingend. Ich habe eine ideale Behandlung gefunden, die ohne Antibiotika und Cortison zum Erfolg führt. 2 Wochen die Gabe von "Urtica Pentarkan" einmal täglich und die Akne ist verschwunden. Kommt sie wieder, bekommt unsere Kastratin wieder diese Homöopathie und es ist erneut gut.
Ich persönlich denke auch, dass diese Form der Hautirritation virenbedingt erscheint und ähnlich wie beim Menschen die Herpesbläschen an Lippen und Nase während Stress oder in anderen Situationen auftreten und auch wieder verschwinden. Je nach dem wie das Immunsystem im Augenblick gestärkt ist.
Um starke Beschwerden zu vermeiden sollten wir Katzenbesitzer frühzeitig reagieren um dem Tier Schmerzen zu ersparen.
Antibiotika und Cortison ist bei rechtzeitiger Behandlung nicht notwenig, sofern sich die Erkrankung durch Missachtung nicht im ganze Schnauzenbereich ausgebreitet hat.







Rebound effekt

unter diesem Effekt versteht man,
eine Gegenreaktion des Stoffwechsels nach der Narkose bei frischoperierten Tieren .
Das heißt, statt das Narkosemittel abzubauen, verstoffwechselt der Organismus das Medikament zu langsam oder gar nicht.
Die üblichen Narkosemedikamente für eine Injektionsnarkose sind "Domitor und Ketamin".
Bei den Maine-Coon ist ähnlich wie bei den Maskenkatzen ein verändertes Lipid für die schlechte Verstoffwechselung der Narlosemedidis verantwortlich.
In der Regel betrifft es das "Domitor", das die
Propleme ausmacht.
Für Domitor gibt es einen Antagonisten, für Ketamin nicht.

Das Tier wird nach OP durch einen Antagonist zum Erwachen gebracht, fällt aber nach kurzer Zeit wieder zurück in einen narkoseähnlichen Zustand. Der Kreislauf wird dadurch weitgehend herabgefahren und ohne medizinische Hilfe kann dies zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen.

Ein zu geringer Abbau des "Domitor" führt zu Bradykardie ( verlangsamter Herzschlag),
zu Hypothermie ( Untertemp. 36,° Grad und weniger)
und zu stark verlangsamter Atemfrequenz. Im schlimmsten Fall zu einer Atemdepression
(Einstellung der Atemtätigkeit gesteuert über das zentrale Nervensystem).

Uns ist das so mehrfach passiert.
Eine Katze war mit intramuskulärer Narkose operiert/ kastriert worden und bekam danach eine Aufwachspritze. Zuerst sah alles sehr gut aus, das Tier erholte sich und stand auch nach kurzer Zeit, wenn auch wackelig auf den Beinen. Wir nahmen unsere "Leni" mit nach Hause und betreuten sie weitere 3 Stunden. Ihr Zustand verschlechterte sich auffällig, was ich zum Anlass nahm den behandelnden Tierarzt zu informieren. Dieser sah keinen Handlungsbedarf und vertröstete mich.
Mittlerweile ging die Uhr auf 23,00 Uhr. Meine Katze konnte nicht mehr stehen, geschweige denn fressen. Ich verabreichte etwas Flüssigkeit per Infusion, und machte mich auf den Weg in eine Tierklinik. Dort vermutete man Blutungen oder gar ein Nierenversagen, wollte Ultraschall und Blutabnahme durchführen.
Ich wollte das aber alles in der Nacht meinem Tier nicht antun, da ich nicht das Gefühl hatte, die Symptome sprächen für diese  angenommene Diagnose.
Die Ärztin bot mir an, einen weiteren Antagonisten zum Aufwecken aus der Narkose zu spritzen. Sie vermutete nämlich auch ein sogenanntes " Rebound" Syndrom.
Und genau das war das Richtige.
Nach 10 min war mein " Lenchen" wach und forderte nach Futter. So haben wir nach langjähriger Katzenzucht wieder etwas dazugelernt und können es auf diese glücklich ausgegangene Weise weitergeben.

Fazit:
Wenn sie solche Vorfälle vermeiden wollen, dann gehen sie bei größeren OP in eine Tierklinik.
Dort wird in der Regel mit Gas gearbeitet. Das bedeutet, die Narkose wird zwar mit geringfügigem Narkosemittel eingeleitet, dann aber mit Gas weitergeführt und gesteuert.
Es ist auch wesentlich leichter was die Dosierung der Narkose betrifft.
Gibt man mehr Gas, dann vertieft sich die Narkose, dreht der Operateur zurück, dann wacht das Tier auf.
Somit benötigt der Arzt keinen Antagonisten und ihre Katze ist zum erwarteten Zeitpunkt wieder völlig wach.
Bei Injektionsnarkosen muss Medi nachgespritzt werden, was zu einer längeren Aufwachphase führt und die oben genannten Probleme verstärken kann.

Im Übrigen, ich habe mittlerweile auch von Todesfällen nach Narkosen gehört, weil die Tierärzte sich weigerten noch einmal eine geringe Menge des Antagonisten zu spritzen.
Die Begründung war:
Es handle sich um eine Ketaminreaktion bei der man nicht antagonisieren könne.
Dabei würden die Symtome auf Ketaminreaktion eine Tachykardie ( erhöhten Herzschlag),
einen Bluthochdruck, eine Hyperthermie ( erhöhte Temp.)
und eine schnelle Atemfrequenz hervorrufen.
Leider sind die verschiedenen Sympthome auf Medikamente vielen Tierärzten nicht geläufig.
Habe das in all den Jahren oft erleben müssen.

Bei Ketaminreaktion kann man tatsächlich durch Kortison und infundieren von Flüssigkeit eingreifen, sofern der Kreislauf noch durchhält.


Laserpointer und plötzlicher Herztod 

Dieser Artikel richtet sich mehr an die Liebhaber als an die Züchter. Denn kaum ein Züchter kommt auf die Idee einen Laserpointer als Spiel- und Beschäftigungswerkzeug für seine Lieblinge zu kaufen.
Diese Pointer sind hochgefährlich!
Nicht nur wegen der Gefahr der Augenschädigung durch das aggressive, strahlengebündelte Licht, sondern durch die Art  des Spielens und Fangens mit dem Tier.

Man stelle sich folgende Situation vor:
Ein Katzenbabie wird mit diesem Spielzeug konfrontiert und zum Erhaschen des kleinen roten Lichtpunktes auf Teppich oder Boden animiert. Es ist ja auch so praktisch, der Spielführer muß sich nicht bewegen, setzt sich in seinem Sessel und hetzt sein Katzenjungtier kreuz und quer durch die Wohnung.
Der Jagdtrieb ist geweckt und der Welpe verfällt immer mehr in eine Art Wahn. Das Erfolgserlebnis bleibt jedoch aus und das Tier versteht nicht weshalb der beweglich Punkt nicht zu greifen ist. Eine Katze kann in dieser Art Wahnzustand nicht mehr kontrollieren und wie weit sich die körperliche Belastung ausdehnt.
Es hetzt bis zur Erschöpfung, im wahrsten Sinne des Wortes. Der Puls rast, der Körper überhitzt und der Kreislauf ist auf extremer Höchsttour.
Wird das Spiel nicht abgebrochen, kann das das Ende eines Katzenkindes bedeuten. Erschöpft liegt es dann da, sein Körper ist hypertemperiert und dadurch der Kreislaufschock nahe.
Der Liebhaber merkt davon nicht viel, denkt OK, gut so nun ist meine Katze müde und wird schlafen.
Sind aber zusätzlich noch ungünstige Außentemperaturen oder eine gut warme Wohnung vorhanden, dann schafft es die Katze oft nicht mehr alleine die Temperatur herunterzufahren. Der Besitzer müßte sofort gekühlte Flüssigkeit verabreichen und ein nasses Tuch auf den Kopf des Tieres legen. Ein Tierarzt würde Infusionen anhängen und Cortison spritzen. 
Geschieht das nicht, kann das Kleine, aber auch ein erwachsenes Kätzchen am plötzliche Kreislaufschock/ Organversagen/ Herztod versterben.
Der Besitzer versteht die Welt nicht mehr, alles war doch den ganzen Tag in Ordnung. Keine gesundheitlichen Auffälligkeiten. Wieso kann es denn sein, das das bisher gesunde Kätzchen plötzlich verstirbt?

Auch epileptische Anfälle sind schon bei spielenden Katzen aufgetreten. Muß nicht gleich während des Spielens passieren. Oft geschieht das erst Stunden später. Diese Reizüberflutung einer solchen Hezjagd verkraftet das Gehirn kaum und reagiert dann eben mit solchen Anfällen.

Wie schon erwähnt, es muß nicht immer das berüchtigte schwache Herz eine Rolle spielen, ein kleiner Infekt oder auch geschwächt durch Regelimpfungen kann schon letzendlich ausreichend sein.
 
Deshalb,liebe Katzenbesitzer, es ist nicht immer alles gut was auf dem Spielzeugmarkt zu finden ist . Bitte immer genau nachdenken bevor sie sich ein Spielzeug anschaffen. Färbt es ab, können sich Teile lösen und verschluckt werden, kann sich unser Liebling darin verfangen und strangulieren oder ist es gar so gefährlich wie der Laserpointer.   



Suprelorinchip,
oder die chemische Kastration auf Zeit?

Auf diese, auf Zeit begrenzte Art des Außergefechtsetzten eines potenten Kater hat die Züchterwelt lange gewartet. Und nun ist er da, der Suprelorinchip. Ein Implantat auf 2-12 mm Länge ,gesetzt zwischen die Schulterblätter des Rüden/ Katers.

Nach der Implantation  wird konstant ein Wirkstoff im Suprelorin( Deslorelin) frei gesetzt,der verhindert, dass Botenstoffe produziert werden, die zur Entstehung von Testosteron und anderen Geschlechtshormonen gebraucht werden. Ca`6 Wochen nach Setzen dieses Chips soll der Rüde/ Kater nicht mehr erfolgreich deckfähig sein. Es sei erwähnt, dass das die Regel ist, aber Ausnahmen durchaus vorkommen können.

Resultat: Verringerung des Testosteronspiegels im Blut, herabgesetzte Libido, Verkleinerung der Hoden und weniger aggressives Verhalten wie bei potenten Tieren. Viele Kater hören auch auf zu markieren.
Die Dauer des Anhalten der Wirkung ist Tierabhängig und wird in einer Breite von 6- 24 Monaten vom Hersteller angegeben.

Nun wurde beobachtet, dass der Stoffwechsel des Tieres durch das Implantat deutlich herabgesetzt wird, der Rüde/ Kater an Gewicht zunimmt , das Fell mehr Fülle bekommt und die Talgproduktion im Rahmen der Potenz schwindet. Dazu kommt natürlich die nicht mehr vorhandene Libido die das Gesamterscheinungsbild zusätzlich abrundet.

Aber auch Nachteile wurden registriert, und zwar ganz Bedeutsame.
Nämlich, das zu starke Schrumpfen der Hoden, kann ein Verkleben nach sich führen. Das bedeutet, nach Abbau des Implantats entwickeln die Hoden sich nicht mehr vollständig in den Ursprung zurück und können somit ihre Funktionsfähigkeit verlieren.

Mehrfach wurde mir schon von Kater berichtet, deren Libido wieder zurückgekehrt ist, aber das erfolgreiche Decken blieb dennoch aus. Auch bekam ich Berichte über Kater die trotz Implantat eifrig weiter erfolgreich deckten  oder gar auch weiter markierten.
Eine Dame aus der Schweiz teilte mir die Tage mit, dass sie vor der Kastration ihren Katern den Suprelorinchip verpasst, da diese dann größere Katerköpfe entwickeln würden, was bei einer frühen Kastration ausbleiben würde.
Wer solch einen Blödsinn in die Welt setzt, der muß sicher eine Provision von der tierärztlichen Kammer erhalten haben, steigert den finanziellen Umsatz der Ärzte emenz. Anders kann ich mir solche Geschichten nicht erklären.

Amerikanische Studien haben schon vor Jahren das Thema der Frühkastrationen erarbeitet und sind zu dem eindeutigen Ergebnis gekommen, dass die frühe Kastration keinen Einfluß auf die körperliche Entwicklung eines Katers besitzt. Einzig die genetische Erbinformation ist ausschlaggebend für die Größe des Schädels und der Gliedmaßen.
Es ist also völlig belanglos, wann sie ihr Tier kastrieren lassen. Fakt ist, es finden sich nur wenig Tierärzte die das vor dem 6. Lebensmonat durchführen möchten.
Ich selbst spiele auch mit dem Gedanken der Frühkastration meiner Abgabetiere, da ich das leidige Thema zur Erklärung des  Preisunterschiedes der Züchter und Liebhaber
satt habe.


Anhang !

Vorsicht vor dem Suprelorinchip.
Es wurden mittlerweile Todesfälle/ Einschläferungen kurz nach dem körperlichen Abbau des Chips gemeldet.
Es waren junge Kater, die an Nierenversagen, Lebertumoren oder Schilddrüsenkrebs erkrankten. Können Zufälle sein, aber es sind leider keine Einzelfälle mehr.
Wir persönlich haben uns entschieden diesen Chip deshalb nicht mehr zu verwenden.


Frühgeburt

Auch dieses Mal ein Thema was im Allgemeinen nur die Züchter interessiert, aber auch ein Liebhaber, der ein zu früh geborenes Katzenkind zum Abgabetermin bei sich aufnimmt und Sorge hat, es könnte einen Schaden zurück behalten haben.

Grundsätzlich ist eine normalverlaufende Katzenniederkunft ein sehr schönes Erlebnis für den Besitzer. Leider verlaufen aber viele Geburten eben nicht nach Bilderbuch, sondern enden auch manches Mal in einer Katastrophe.
Nämlich dann, wenn zum Beispiel die Geburt viel zu früh beginnt.
Die Tragezeit einer trächtigen Maine-coon-katze ist im Durchschnitt plus minus 1-2 Tage um den 65. Tag. Alles was davon abweicht, kann eine rechnerische Unregelmäßigkeit sein, aber auch eine ernste Sache.

Wir haben es erlebt. Nach 8 Züchterjahren hatte ich die Situation, dass ein erstgebärendes Katzenmädchen mir am 59. Tag der Trächtigkeit den Geburtsbeginn anzeigte. Zuerst dachte ich es wären nur Übungswehen, aber als meine Süße es sich in der Wurfkiste gemütlich machte, merkte ich recht schnell, dass es der Geburtsbeginn war. Natürlich war ich sofort in Alarm.

Kein Züchter bleibt bei einer Frühgeburt ruhig.
Trotzdem versuchte ich klar zu denken. Die Geburt aufzuhalten war ein Unterfangen, das zum Scheitern verurteilt war. Es handelte sich schon zu diesem Zeitpunkt um die die Senkwehen. Ich versuchte meinen Kopf klar zu halten und mich vorzubereiten. Alles was zur Niederkunft notwendig war legte ich bereit. Obgleich ich mir ziemlich sicher war, dass kein Kitten überleben würde.

Saubere Geschirrtücher, Zellstoff, Traubezuckerwasser für die Mama.
Wärmelampe, Vaseline, Schere, Infusionsutensilien falls mit der Mama was passiert, Tel.- nummer Tierarzt. Für mich ein Kissen um vor der Wurfkiste bequem zu sitzen. Rescue-tropfen und noch vieles mehr.
Und natürlich mußte ich eine Kollegin anrufen, die für mich den Dienst am Arbeitsplatz übernahm.

Die Senkwehen und auch die darauffolgende Austreibungsphase dauerte fast eine Stunde. Das erste Kitten wurde geboren. Hatte diese lange Zeit und das frühe Ablösen der Plazenta nicht überlebt. Aber es hatte den Weg für die anderen Kitten erweitert.
Das Zweite Babie kam somit schneller. In der Fruchtblase und ohne Atmung nach Aufreisen Dieser.
Also beatmen und massieren. Es dauerte eine Ewigkeit, aber irgendwann spürte ich die Spannung der Gliedmaßen in meiner Hand.
Nachdem das Kleine trocken war legte ich es zur Mama, die nach Verlust ihres Ersten, sich sehr fürsorglich verhielt.
Auch die nächsten Kitten wurden so geboren. Keines atmete selbstständig, allen mußte geholfen werden.
Trotz der frühen Geburt hatten alle Babies aufgrund der großen Eltern ein Gewicht über 100 gr, was oft nicht immer so ist. 

Aber die Lungen hatten ihre Probleme. Noch Stunden danach hörte man die Geräusche. Saugreflex war da, aber leider keine Milch. Diese kam erst nach 10 langen Tagen. Und genau das war das Problem. Keine Milch, angeschlagene Lungen, keine Abwehrstoffe über die Mama und somit verstarben nach 4 Tagen zwei der Kämpfer.
Es war sehr schmerzhaft für mich, diese beiden zu verlieren. Trotzdem war ich überglücklich doch 4 der Lütten durchgebracht zu haben. 10 Tage Welpenaufzucht bis endlich die Milch da war. Homöopathie zur Milchanregung war von Vorteil.

Trotzdem, würde ich noch einmal eine Frühgeburt erleben, und die Kleinen soweit stabil halten. Ich würde 12 Std nach der Geburt bei allen mit einer Antibiotikaprophylaxe beginnen. ( Synulox)  Denn die Gefahr einer Infektion der Lunge bei Frühgeborenen ist ziemlich groß.
Nach Verlust der beiden habe ich die anderen mit AB behandelt und das gerade noch rechtzeitig. Sonst hätte ich sicher noch 2-3 Kitten verloren.
Die Babies sterben so schnell, dass schon bei Erkennen des "Schlapp-machens "der Kitten das Antibiotika nicht mehr zur Wirkung kommt kann. In der Regel benötigt AB  15-20 Std zur Wirkung. Meistens sind die Babies dann schon tot.

Dareichung von Synulox:
1 Tbl. mit abgekochtem Wasser auf eine 1ml Spritze aufziehen. Diese Spritze verteilt auf 3 Tage zwei Stdl. mit 3 Tropfen je Kitten verabreichen. Mindestens 5 Tage lang.
Damit kann man so manches schon als hoffnungslos geglaubte Kitten noch retten. Es sei denn man erkennt es frühzeitig. Bei Neugeborenen zählt jede Stunde. Deshalb schon da eine Prophylaxe. 
Es bleibt keine Möglichkeit mehr zur Tierarztfahrt. Jeder Züchter sollte diese TBL. immer zu Hause haben. Weigert sich ihr Tierarzt ihnen ein Briefchen zu überlassen, dann suchen sie sich einen anderen Tierarzt. So wie sie ihrem Tierarzt vertrauen müssen, so muß dieser auch ihnen vertrauen.


Herpes/ u. Calici-Infektionen

felines Herpesvirus und felines Calicivirus sind die Hauptakteure beim sogenannten Katzenschnupfen. Sie gehören so wie die Chlamydien , Bordetellen und die Mykoplasmen zu dem sogenannten Katzenschnupfenkomplex.
Der Unterschied der beiden zu den anderen Keimen ist der, dass es sich um Viren handelt und nicht um Bakterien.

Und genau das ist das Problem der Keimbehandlung. Mittlerweile weiß jeder Mensch, dass uns für bakterielle Infektionen das Antibiotika zur Verfügung steht. 1928 war Alexander Fleming einer der Entdecker des Antibiotikums/Penicillin. Unser heutiges AB ist in der Lage weitgehend alle Bakterien zu eleminieren. ( mit Ausnahme der inzwischen mutierten Bakterien, die Resistenzen gebildet haben.)

Nun verhält es sich aber so, dass uns bei Viren kein AB zur Verfügung steht und diese Infektionen nur medizinisch/ symptomatisch begleitet werden können. Das bedeutet auch, dass mit einer Vireninfektion die in den Organismus eingetretenen Viren in der Regel dort auch geringfügig ein Leben lang verbleiben werden und bei Immunschwächen oder Neuansteckungen wieder aktiviert werden können. Gerade deshalb ist es ein Anliegen der Medizin, die Erstansteckung zu vermeiden. Das soll Mittels einer Impfung geschehen.
Bei Katzenwelpen wird also ab der achten Lebenswoche mit der Schutzimpfung gegen die Katzenschnupfenviren und Bakterien begonnen zu impfen. Nun hat man festgestellt, dass gerade bei starker Population der Katzen diese Erkrankungen häufiger auftreten, als in schwachen Populationen. Eine gehäufte Population stellen gerade die Katzenzuchten/ Züchterhaushalte dar. Dort leben meist mehrere Tiere gemneinsam in einem Haushalt. Während in der Natur sich Katzen überwiegend aus dem Weg gehen, es sei denn es ist Paarungszeit. Die Hauptübertragungsquelle beim Katzenschnupfenkomplex ist die Speichelabsonderung durch das Fressen. In der Natur fressen Katzen selten gemeinsam an einer Beute. Aber in einem Züchterhaushalt oder bei Liebhabern mit mehreren Tieren, fressen diese natürlich aus einem Napf. Ist also ein Kätzchen infiziert, wird es früher oder später seine Kollegen mit den Viren/ Bakterien weiterinfizieren. Dehalb sollten alle Katzen von Beginn an durchgeimpft sein. Nur so kann man für gewisse Zeit einen Schutz gewährleisten. Leider ist dieser Schutz nur zu 70 % gewährleistet und auch vorhanden, und  das nur für kurze Zeit. Das bedeutet, die Impfungen müssen von Zeit zu Zeit erneuert werden. Das nennt man Boostern.
Es besteht keine lebenslange Immunität. Ich behaupte, und damit stehe ich nicht alleine, dass die meisten Infektionen in den Zuchten durch Impfungen entstehen. Bis auf einen Impfstoff sind ausschließlich aktive Lebendimpfstoffe auf dem Markt. Wird ein Tier geimpft, scheidet es die geimpften Keime in einer geringen Zahl wieder aus. Das reicht aber aus um nicht geschützte Tiere zu infizieren. Und genau das ist der Fall wenn mehrere Katzenbabies zur gleichen Zeit erstgeimpft werden. Sie sind schutzlos den ausgeschiedenen Viren der anderen Geschwistern ausgesetzt. Diese Theorie bestreitet der Herrsteller wehement. ( Siehe Link IMPFSKANDAL)
Trotzdem ist es so ! Viele Züchter sind zu dieser Erkenntnis gekommen und kämpfen seit Jahren gegen Windmühlen. Immer wieder liest man in den einschlägigen Katzenforen von diesen Ausbrüchen nach den Impfungen, und auch wir haben es erlebt. Ganze Würfe haben sich schon gegenseitig angesteckt. Die Arbeit ist es vor Allem die Tierärzte zu überzeugen, dann natürlich die Züchterkollegen zu warnen und zu letzt alles was vorfällt dem PEI zu melden. Letzteres wird seit einiger Zeit praktiziert, führt aber nicht zum gewünschten Erfolg. Dieser Erfolg besteht darin, dass die Pharmaindustrie gezwungen wird ihre aktiven Impfstoffe vom Markt zu nehmen.
Einzig der Impfstoff von "Fort dodge" ( Konzern wurde von Pfizer aufgekauft) ist inaktiv und ungefährlich für unsere Tiere. Das sollten alle ZÜCHTER wissen. Die Tierärzte sind weitgehend empfänglicher für Erkenntnisse der Züchter. Trotzdem ist es noch ein langer Weg.




Symptome bei Infektion durch Calici/ Herpes.

Caliciinfektion:
Entzündungen von Schleimhäuten im Mund- und Rachenraum,auch der Bindehäute. Später verbreitet sich das Virus im ganzen Körper und ruft Fieber und Humpeln hervor. ( Limping Calici) Rote Bläschen auf der Zungenspitze sind nicht selten. Nasenausfluß und Speichel ist ein typischer Hinweis für Vireninfektionen. Anfangs klares Sekret, später kommen Bakterien hinzu, die einen gelblich/ eitrigen Ausfluß bewirken.

Herpesinfektion:
Auch hier befallen die Viren zuerst die Schleimhäute, wie Augen , Nase und Rachen. Typisch sind die roten Placken am Zungengrund, oft schmerzhaft und veranlasst das Tier zur Futterverweigerung. Fieber und Abgeschlagenheit kommen hinzu. Also ein akutes Krankheitsgeschehen.

Die infizierten Katzen versterben im Normalfall nicht mehr daran. Die Medizin hat die Möglichkeit durch Gabe von Medikamenten und Infusionen die Tiere soweit zu stabilisieren, dass die Erkrankung durchgestanden werden kann. Einzig vorerkrankte und sehr geschwächte Katzen können sterben. Natürlich auch und gerade Katzenbabies.
Was aber bleibt sind die Viren im Körper der Katzen. Die Gefahr eines erneuten Ausbruchs des Katzenschnupfen ist immer gegenwärtig. Und was noch gefährlicher ist, die intervallartige Ausscheidung der Viren durch ein Trägertier. Es bedeutet immer eine Gefährdung nicht geschützter Tiere.


Vergiftungserscheinungen

Vergiftungen sind bei Katzen  keine Seltenheit und kommen bei freilaufenden sowie bei Wohnungskatzen sehr häufig vor. Die Gefahren im unkontrollierten Freigang beziehen sich überwiegend auf Pestizide oder ausgelegte Giftköder für Schädlinge. 
Auch absichtliche Giftköder durch Katzenhasser sind leider zur Regel geworden.

Bei Wohnungskatzen sind es meist die fahrlässigen, ungewollten Vergiftungen durch die eigenen Besitzer. Eine Zigarettenkippe, eine Blumenvase die zum Trinken verleitet, giftige Pflanzen oder stehengelassene Putzmittel/ Putzeimer.
Aber auch Schwermetallreste oder zerbrochene Glühbirnen die Quecksilber enthalten können und zu schleichenden Vergiftungen führen.
Medikamente die nicht für Tiere gedacht und  versehentlich zugänglich für unsere Lieblinge sind. Überdosierungen sind keine Seltenheiten und lassen sich nicht immer gleich als Vergiftung wahrnehmen.
Gerade junge Katzen vergiften sich leichter, da die Neugier größer ist und alles durch das Maul ertastet werden muß.
Erwachsene Tiere erkennen doch etwas leichter die Gefahr des Ungenießbaren und sind durch ihren natürlichen Instinkt vorsichtiger.
Katzen knabbern in der Freiheit so gut wie nie an giftigen Pflanzen.

Syptome

Diese gestalten sich recht vielfältig und umfangreich. Akute Vergiftungen gehen mit
Unwohlsein, Erbrechen, Leibschmerzen, Durchfall und starkem allgemeinem Krankheitsbild einher. Die Katze zieht sich zurück, versteckt sich, die Nickhäute können vorfallen, Blutungen auftreten, gelblich schimmernde Augäpfel, blasse Schleimhäute.
Bei schleichenden Vergiftungen weichen die Symptome manchmal ab. Die Katze ist fressunlustig, wirkt etwas eingefallen, das Fell wird stumpf oder fällt stellenweise aus, Geselligkeit oder Motivation zum Spielen ist auffällig herabgesenkt.
Ein langsamer Verfall des Tieres lässt dann auch die Vermutungen zu anderen Erkrankungen aufkommen.



Verstopfte, undurchgängige Tränendrüsenkanäle

Die Ursachen eines Verschluß des Tränenabflußkanals können unter anderem bakterielle Bindehautentzündungen
sowie auch chronische Entzündungen des Auges durch Katzenschnupfenviren,aber auch Fehlbildungen des Auges sein. ( zB. Entropium usw.)

Manchmal ist nur ein Auge betroffen oder eben auch beide Augen gleichzeitig.
Ihr Tierarzt wird die Behandlung zuerst mit Antibiotika therapieren, ggf. auch mit einer leichten Kortisongabe.
Zweiteres, das sollte man wissen ist unbedingt kontraindiziert bei Vorgeschichten wie Herpesinfektionen oder Hornhautverletzungen des Auges. Dabei wird ansonsten diese völlig zerstört und im schlimmsten Fall führt es zur Erblindung des Augenlichts.
Daher ist es zwingend notwendig vor Gabe von Medikamenten eine genaue Diagnose stellen zu lassen. Am Idealsten natürlich bei einem Facharzt für Augenheilkunde.

Führen die herkömmlichen Medikamente nicht zum Erfolg, muss man darüber nachdenken wie groß der Leidensdruck des Tieres ist.
Bei Jungtiere kann man gut etwas hinwarten bis diese das Wachstum beendet haben.
Oft öffnen sich die Kanäle zum Tränenabfluss aufgrund des Wachstum von selbst wieder.
Das bedeutet für die Maine-Coon ein Zeitspielraum von ca`2 Jahren.

Bei älteren Tieren ziehen die Ärzte ein Durchspülen der Kanälchen in Betracht, was unter Narkose vollzogen wird. Leider verspricht auch diese  Methode nicht immer eine 100% ige Erfolgsaussicht.

Wir hatten die Situation einer 10 jährigen Kastratin, dass nach 3- maligen Augeninfektionen innerhalb eines Jahres beide Tränenabflüsse nicht mehr durchgängig waren.
Das Tier hatte ständig nasse, gerötete Augen und sah dadurch zudem auch nicht unbedingt gesund aus.
Selbst litt die Süße kaum unter dieser Geschichte, aber durch ständiges Reiben mit dem Pfötchen waren auch die Schleimhäute sehr gerötet.
Wir standen also vor der Frage, was machen wir...

Ich hatte SChwierigkeiten diesem Tier eine Narkose und die Belastung des Durchspülens anzutun, aber auch die Medikamente des Tierarztes brachten keinen Erfolg.

Zufällig stieß ich wegen einer anderen Geschichte auf rezeptfreie Augentropfen, die die Blutgefäße zeitweise verengen und somit die Durchblutung des Auges mindern sollten.

Es handelt sich um " Vasopos N "

Bitte lesen sie aber den Beipackzettel.
Gerade bei Schwangeren und Tieren mit Stoffwechselstörungen sollten diese Tropfen nur bedingt angewandt werden.

Bei unserer Katze hat es funktioniert. Wir verabreichten täglich je einen Tropfen in jedes Auge und das über 4 Wochen lang.
Der Tränenabfluß funktionierte danach wieder völlig normal.
Meine Erklärung war die,
durch die Verengung der Blutgefäße erweiterten sich die Tränenkanäle und die Verstopfung hatte die Möglichkeit sich zu lösen.
Ob das nun tatsächlich so war oder andere Faktoren zur Beseitigung des Hinternisses eine Rolle spielten war für mich zweitrangig.
Fakt war, wir mussten unserer älteren Dame keine OP zumuten und hatten mit den Kosten der Tropfen einen eher geringen finanziellen Aufwand.



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Copyright Gabriele Bucher-Heid
                                                         

                                                                                                                                                                    
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