Pfinztalcoonies

FCK usw.

"Flat Chested Kitten" Syndrom ist eine Fehlbildung des Brustkorbs bei neugeborenen Katzenbabies.

Die Rippenbögen sind schon geburtsbedingt zu flach angelegt.

Diese Fehlbildung wird sich zwischen der ersten und der dritten Lebenswoche noch verstärken.

Je nach Wachstum und Ausprägung dieser Fehlbildung werden die  Rippenbögen nicht in gewölbter Form die Lunge und das Herz umschließen, sondern völlig flach über den beiden Organen liegen.

 

Das Überleben eines kittens hängt davon ab wie kräftig das Herz und die Lunge arbeiten.

Diese beiden Organe üben durch ihre Kraft im Rahmen des Wachstums soviel Druck auf die Rippen aus, dass diese in die notwenige Form zurückfinden können.

 

Leider klappt das nicht immer.

Gerade dann,wenn der Brustkorb nicht nur abgeflacht ,sondern sogar mit dem Sternum/ Brustbein nach innen verlagert ist.

Das Sternum/ Brustbein ist der stabilste Teil des Brustkorbs und lässt sich kaum mehr dazu bewegen sich zu formen.

 

Gute Chancen hat man aber bei den Kleinen, wenn die Auffälligkeiten erst mit drei Wochen sichtbar werden.

Ein FC Kitten ist anfangs unauffällig, trinkt und nimmt zu wie seine gesunden Geschwisterchen auch.

Zwischen der 1-3 Lebenswoche kann man zuerst an der schnelleren Atmung ( Pumpen) und dann am Gewichtstillstand erkennen dass etwas nicht stimmt.

Ab da ist auch die flache Brust unverkennbar.

In ganz akuten Fällen trinkt das kitten nicht mehr, hat kaum mehr Kraft sich an den Zitzen zu halten.

Die Füsschen werden leicht bläulich, was durch die verminderte Sauerstoffversorgung zu erklären ist.

Die Lunge und das Herz werden durch die Rippenbögen in ihre Funktion sehr stark beeinträchtigt. Durch schnelle Atmung gleicht das Kitten den Sauerstoffmangel aus, da das Lungenvolumen durch die Einengung gedrosselt ist.

 

Ich habe den Kleinen mit der Flasche zugefüttert. Es war wichtig, dass die Milch ganz langsam floss. Alternativ nimmt man die Ernährungssonde.

Auch eher wenig Nahrung pro Mahlzeit, dafür häufigere Fütterungen.

Ein voller Magen drückt das Herz und die Lunge nach oben und verstärkt dadurch wieder die Einengung der Organe.

Was sich sofort durch starke Atemnot bemerkbar macht.
Zusetzlich Flüssigkeitsgabe per Einwegspritzen (NACL) unter die Haut um dem Kleinen Kraft zu geben, denn oft fehlt diese um die Zitzen zu halten.

 

Dann habe ich den Kleinen in meinen BH gesteckt, natürlich mit dem Kopf nach oben versteht sich.

In dieser Haltung bekam er genügend Luft und hatte es leichter mit dem Sauerstoff. Oft schlief er mir dort auch ein.

Ab der 4. Woche konnte der Kleine sich schon etwas mit den Beinchen abdrücken. Diesen Zeitpunkt nutzte ich dazu ihn so oft es ging auf ein Frotteehandtuch zu legen und ihn krabbeln zu lassen.

 FC Kitten leiden meist auch an ausgeprägte Sichelfüsschen, die gerade durch das Abstoßen auf einem Frotteehandtuch einen Halt finden und sich normalisieren.
Mein Kleiner musste jeden Tag  mehrmals alleine robben, das war die Krankengymnastik für seine Behinderung. Seine Geschisterchen lagen zu der Zeit faul an den Zitzen der Mama.

 

Mit 5 Wochen kann es noch einmal notwenig werden ein Antibiotikum zu verabreichen.
Es empfielt sich eher Chloramphynekol als Amoxyclav.

In dieser Zeit wachsen die Organe etwas schneller als der Korpus und es darf kein Infekt das Babie schwächen. Alle erdenklich Kraft sichert das Überleben.

 

Oft kann man in diesem Alter schon deutlich eine leichte Wölbung der Rippen nach außen feststellen. Die Form verändert sich stückweise. Der breite Körper wird schlanker und seitlich runden sich die Kanten der Rippen sichlich nach unten.

Ist das der Fall, dann sind die Aussichten auf eine normale Entwicklung und das Überleben sehr groß.

 

Unser Kleiner stabilisierte sich mit 10 Wochen.

Er war durch die Handaufzucht zu einem kräftigen Katerchen gewachsen und hatte auch die verzögerte Entwicklung in Form von Sitzen und Laufen komplett aufgeholt.

 

Dreimal hatte er in diesen 10 Wochen Antibiotika benötigt. Der Brustkorb war mit 13 Wochen nicht mehr von einem gesunden Brustkorb zu unterscheiden.

Auch auf dem Röntgenbild war keine Auffälligkeit mehr zu sehen.

 

Mittlerweile ist dieses Katerchen 1 Jahr alt, kastriert und lebt bei einer sehr netten Familie.
Keine Zwischenfälle in diesem Jahr, keine Narkoseprobleme, keine Entwicklungsverzögerung.

Es ist eine Freude zu hören, wie gut es ihm geht.

 

Es war eine einschneidende Erfahrung im Rahmen unserer Zucht, trotzdem hoffe ich sehr diese Erkrankung nicht noch einmal erfahren zu müssen.

 

Natürlich wird man eine Verpaarung aus dem ein FC Kitten stammt nicht wiederholen.

Eine Laune der Natur oder doch genetisch bedingt, darüber streiten sich leider immer noch die Geister. Ich meine es ist das AB, das FCK sehr begünstigt.

Anmerkungen: Mittlerweile hat es sich herausgestellt, dass gerade Amoxyclav ( Synolux) eine Flachbrust begünstigt. Es spielt dabei kaum eine Rolle, ob die Mutter dieses AB bekommt oder die Neugeborenen. Ich habe das mehrfach erlebt, jedoch selten so ausgeprägt, dass es um Leben und Tod ging.
Trotzdem ist es tunlichst zu vermeiden Amoxyclav während der anfänglichen Aufzuchtphase zu verabreichen. Später ist es aber absolut das Mittel der Wahl.
Ich bin auf Chloramphynekol für die frühe Neugeborenenzeit umgestiegen. Aber auch nur im akuten Notfall, denn auch dieses AB ist leider nicht unbedenklich.


pawpeds.com/pawacademy/health/flatchest/index_de.html



Ernährungssonde und deren Anwendung

                  

Im Rahmen meiner fast 10 jährigen Zucht hatte ich oft auch Problemkitten die nicht trinken wollten. Entweder krankheitsbedingt, geschwächt durch Infektionen oder auch weil sie sehr klein geboren wurden und keine Kraft besaßen sich an den Zitzen der Mama zu halten.

 

Anfangs ging es mir wie anderen Züchtern auch, entweder die Kleinen schafften es von selbst oder sie starben. Eine natürliche Auslese der Natur.

 

Damit ist es schwer als Züchter klar zu kommen. Viele Züchter kommen mit Leben und Tod nicht zurecht und hören auf zu züchten.

Ich glaube kaum ein Züchter erlebt sich nicht mehrfach in den Jahren seiner Zucht an diesem Punkt angekommen.

Auch mir ging und geht das immer noch so.

Ich bin nicht der „ liebe Gott“ der mittlerweile alles richten kann.

Aber ich habe gelernt viele Situationen zu meistern, die früher hoffnungslos erschienen.

 

Das Trinken gehört zum Überleben. Trinkt ein neugeborenes Kitten nicht mehr, dann benötigt es schnell ein Antibiotika. Denn zu 99% der Fälle ist ein ein Infekt die Ursache. Da gibt es kaum ein „Wenn und Aber“.

Das zweite ist die fehlende Flüssigkeit. Fällt diese aus, sind die Überlebenschancen gleich null.

Klar ein bisschen Kochsalzlösung unter die Haut hilft ein, zwei Tage. Aber dann auch nicht mehr.

Ein schwaches Katzenbabie mit einer Flasche zu füttern oder gar mit einer Pipette ist ein großes Risiko. Das verschlucken von Nahrung in die Lunge ist sehr groß. Da hilft dann auch kein Antibiotika mehr.

 

Also was bleibt dann noch?

Eine Magensonde!

Eine Freundin von mir hat bei einem noch nicht vorhandenen Saugreflex diese in ihrer Panik eingesetzt und war erfolgreich.

 

Die Magensonden bekommt man im Internet, auch gleich noch die Anwendung und Anleitung für den Gebrauch dazu.

Selbst muss man nur den Mut aufbringen Diese einem solch kleinen Wesen einzuführen.

Hat man es einmal gemacht, dann klappt es auch das zweite Mal.

Jede Mahlzeit erfordert ein neues Legen einer solchen Sonde.

 

Es gibt Tierärzte und Kliniken, die lachen darüber und meinen, dass dies nicht möglich sei.

Wir haben es erlebt und konnten die kleinsten Welpen damit retten.

Anwendung einer Magensonde.

Im Internet oder in Tierkliniken bekommt man Magensonden mit kleinstem Lumen.
Für die Frischlinge benutzt man eben genau diese, für die etwas älteren nimmt man die nächst größere Sonde.
Ich benutze die 1,0-1,5 mm Lumensonden.
Die Sonde halte ich am Körper entlang des Kittens von Mäulchen bis Magen  und mache mir mit Edding einen kleinen Strich zur Markierung. So weiß ich ungefähr wie weit das Schläuchlein in das Babie eingeführt werden muss.

Wir bereiten Babieaufzuchtsmilch nach Angaben des Herstellers zu und füllen diese handwarm in ein ausgekochtes Fläschchen. Mittels einer ebenso ausgekochte Spritze wird die Sondennahrung je nach Menge befüllt und der Sondenschlauch danach aufgesetzt. Durch leichten Druck kann man dann auch den Sondenschlauch luftfrei befüllen. Nie ganz bis zu den Sondenlöchern vordrücken, ca `1 cm davor stoppen.
Die Sonde muss gut abgewischt werden sie darf nicht tropfend  oder mit Milch benetzt in das Babie eingeführt werden. Aspirationsgefahr!!!

Man nimmt das Kitten in die linke Hand ( größere Welpen setzt man auf eine feste Unterlage)und fixiert mit Daumen und Zeigefinger das Köpfchen.
Dann wird die Sonde mit dem Ende vorsichtig ins Mäulchen geschoben. Ganz langsam Stück für Stück in den Rachen. Stößt man gegen einen Widerstand, beginne ich noch einmal von vorne.
Nicht vergessen, Sonde abermals abwischen.

Langsam rutscht die Sonde in den Magen. Das Köpfchen nicht überstrecken,sondern gerade halten, so kann die Sonde nicht in die Lunge rutschen.
Sollte dies aber doch tatsächlich einmal passieren, oder sie sind sich nicht sicher, dann ziehen sie den Schlauch wieder zurück.
Ein schreiendes kitten gibt mehr Sicherheit das der Schlauch nicht in die Lunge gelangt.
Niemals Nahrung verabreichen sollte das Katzenbabie nach Luft schnappten oder blau werden.
Menge der Verabreichung der Aufzuchtsmilch bitte nach Angabe des Herstellers.
Die Sonde wird bei jeder Mahlzeit neu gelegt und kann mit heißem Wasser gesäubert und wieder verwendet werden.
Niemals den Sondenschlauch kürzen, die scharfen Kanten würden die Speiseröhre oder den Magen verletzten.


Offener Bauch bei Katzenwelpe

ist eine Fehlbildung der Bauchmuskulatur beim Neugeborenen. Viele behaupten auch ein Nabelbruch sei die Vorstufe eines offenen Bauchs.
Fakt ist, es gibt unterschiedliche Schweregrade, die schon im Mutterleib entstanden sind. 
 Die Bauchmuskelschicht unter der Bauchdecke schließt sich bei der Entwicklungphase aus irgendwelchen Gründen nicht vollständig und schon in der Fruchtblase kann dabei der Darm /Organe durch diese hindurchtreten.
Zum Teil verschließt sich in der Embrionalzeit dann diese Lücke stückweise noch, oder die Bauchhaut stabilisiert den Darm vorrübergehend. Aber die herausgeschobenen Organe bleiben außerhalb des Körpers.
Die Spannung durch die Nabelschnur oder auch die Bauchpresse können diesen Austritt noch verstärken. Das Kitten wird dann mit offener Bauchdecke geboren.

Schrecklich für jeden Züchter, der bei solch einer Geburt dabei ist.
 
Über diese Fehlbildung spricht auch kaum gerne einer. Darum finden sich nur wenige Erfahrungsberichte im Internet oder einschlägigen Züchterportalen. Die Angst es wäre womöglich ein Verschulden des Züchters läßt diese Zurückhaltung aufkommen. Die Züchter schämen sich und fürchten um ihren guten Ruf.
Das ist natürlich Quatsch !
Missbildungen kommen immer wieder vor, in der Natur genauso häufig wie beim Rassezüchter. Einige Missbildungen stehen im Verdacht erblich zu sein, andere sind einfach eine Laune der Natur.
Nicht umsonst bekommen Katzen im Durchschnitt 4 - 6 Welpen. Darin ist die natürliche Auslese inbegriffen. Nicht lebensfähige Kitten und die Schwachen bleiben auf der Strecke, die Starken und die Gesunden überleben, verpaaren sich irgendwann einmal weiter.
Als Züchter habe ich aber Möglichkeiten, die die Natur nicht hat. Ich kann entscheiden welche Tiere verpaart werden. Ist eine Konstellation mit Auffälligkeiten behaftet, dann werde ich diese Verpaarung mit Sicherheit nicht wieder durchführen. Oder hat eine Katze immer wieder kranke fehlgebildete Babies auch mit anderen Katern, dann nehme ich dieses Mädchen aus der Zucht.
So sollte es sein.

In der Regel sind Katzenbabies mit einem offenen Bauch nicht lebensfähig. Sie sterben je nach Stärkegrad der Missbildung sofort oder einige Minuten nach der Geburt.
Es gibt aber auch Ausnahmen.
Wir hatten ein Babie das leben wollte. Es atmete und schrie verzweifelt. Wollte zu seiner Mama. Es zerreißt jedem Züchter das Herz bei diesem Geschehen. Hilflosigkeit und  Hoffnungslosigkeit !
Mitten in der Nacht und das Kleine lebte immer noch.

Ich hatte mich damals entschlossen zu kämpfen, packte das Kleine in ein sauberes Handtuch leerte mehrere Ampullen Kochsalz auf den Bauch/ Organe und wickelte den kleinen Körper in Frischhaltefolie. Dann spritzte ich dem Mädchen noch eine Ampulle NACL unter die Haut wegen des Flüssigkeitsverlusts. Zwei mit warmem Wasser gefüllte Gummihandschuhe dienten als Ersatzmama  und zur Wärmeerhaltung.
In dieser besagten Nacht machte ich mich  dann ans Telefon und suchte mir einen Tierarzt, der bereit war für mich aus dem Bett zu steigen.
Fand ihn auch und die Verabredung mit ihm war kaum eine Stunde später  in  seiner Praxis.

Keine Narkose, das hätte die Kleine nicht überlebt. Ein kleiner Schnitt war notwendig um die Öffnung am Bauch zu vergrößern. Dann das geschickte Arbeiten des Arztes um den herausgetretenen Darm wieder an Ort und Stelle zu bringen. Mehrfach wurde mit sterilem NACL gespült.
Auch die Naht mittels 4-5 Stichen ( extra stark verknotet ) wurde bei vollem Bewußtsein des Kittens getätigt. Dazu musste ich natürlich das Mädchen gut fixieren. Klar, schrieh und zappelte es, aber es war seine einzige Hoffnung zu überleben. Dann noch einmal Glucose unter die Haut und ein wenig Antibiotikum.
Wieder warm verpackt zurück zur Mama.
Die Kleine war kräftig und benötigte nur knapp 20 min. um die Zitzen der Mama zu halten.
10 Tage gab es noch AB zwei mal täglich.
Und sie lebt.
Mein ganz besondere Dank geht an Dr. Sieger aus Wilferdingen, er hat in dieser bewußten Nacht unserer kleinen Maus vielleicht 15-20 Jahre Katzenleben geschenkt. 

Suprelorin-Chip

ist ein ca. 2,3 x 12 mm kleines Implantat für Rüden und Kater (zwischen die Schulterblätter gesetzt), das konstant einen Wirkstoff freisetzt, der 6-48 Monate verhindert, dass Botenstoffe produziert werden, die zur Entstehung von Testosteron und anderen Geschlechtshormonen benötigt werden.

6 Wochen nach der Implantierung sind die Restspermien abgebaut und der Kater produziert danach auch erst einmal keine neuen, lebensfähigen Spermien. Da jedes Tier einen anderen Stoffwechsel besitzt und auch auf diesen hemmenden Wirkstoff unterschiedlich reagiert, ist die große Zeitspanne zum Erlangen der Potenz relativ hoch. Es erfordert daher bei manchen Katern viel Geduld, um den geplanten Nachwuchs wieder zu erhalten. Andere wiederum erfüllen diesen Wunsch vielleicht aber auch früher als dem Züchter lieb ist.
Laut Hersteller ist dieser Suprelorin-Chip gut verträglich und gibt dem Kater eine vorübergehende chemische Kastration. Das Tier wird ruhiger, verliert die Lust nach den Mädchen und der Stoffwechsel verlangsamt sich, so dass das Körpergewicht auch ansteigt.

Leider ist dieser Chip nicht für alle Kater geeignet. Es hat sich anhand von Erfahrungsberichten herausgestellt, dass bei Kater mit Leber- und Nierenproblemen Diese dadurch verstärkt wurden und bei einigen Tieren es nach Setzen des Suprelorin-chip zu Leber- und Nierenversagen geführt hat. Was mit unter dann auch den Tod nach sich gezogen hat.
 Man muss wissen, dass ein Leber- und Nierenproblem im Anfangstadium nicht immer bekannt sein muss und gerade deshalb dann die eben erwähnten Probleme nichtwissend auftauchen können.
Ein erkannter kranker Kater sollte natürlich erst gar nicht zur Zucht verwendet werden, das versteht sich von selbst. Er gehört ohnehin kastriert.
Auch die zuvor nicht bekannte Zeitspanne der Wirkung des Suprelorin-Chip ist für manchen Züchter ein Problem. Es läßt sich nie mit Sicherheit sagen, dass der Durchschnittswert von 12-14 Monaten nicht überschritten oder gar unterschritten werden kann.
Auch wir haben unsere Kater chippen lassen. Einfach um mehr Ruhe unter den Jungs zu haben, auch das Markieren konnte damit reduziert werden.
Einer allerdings hat doch auch während der 14 Monate eifrig weiter markiert und es nicht eingestellt.
Ein anderer Kater hat über 2 Jahre benötigt um wieder erfolgreich zu decken. Ein Dritter benötigte mehrere Versuche trotz vorhandener Libido, um wieder erfolgreich zu sein.
 Ein Kater wurde gechipt obgleich er noch nie für Nachwuchs gesorgt hatte. Auch er wurde nach 14 Monaten potent und deckte erfolgreich.

Der angenehme Nebeneffekt des Chips war, die Tiere wurden schöner im Fell, der Fettschwanz war verschwunden, die Tiere wurden kräftiger.

Trotzdem hat mich die Tatsache, dass eine Organschädigung speziell der Leber und der Nieren vorkommen kann davon abgehalten, meine Kater nachzuchippen.
Es ist und bleibt ein Eingriff in die Natur. Die Studien sind noch immer unzureichend und die unterschiedliche Wirkung auf die männlichen Katzen zeigt doch deutlich, dass die Auswirkungungen auf die Gesundheit dieses hormonreduzierenden Implantats noch nicht abschätzbar sind.
Einzig für Züchter wäre es eine Zuchterleichterung, für Liebhaber bleibt und ist das Mittel der Wahl, die Katration.


Tritrichomonas fötus

ist ein Protozoon/ Einzeller der Ordnung Trichomonadiedae. Dieser kann ähnlich wie bei Giardien nur im abgesetzten Kot nachgewiesen werden.
Die Übertragung geschieht orofäkal von Tier zu Tier.
Aber auch durch einen Deckakt, gerade bei Rindern wurde schon eine Übertragung festgestellt.
Die betroffenen Tiere zeigen oft ein typisches Krankheitsbild in Form von wiederkehrenden Durchfällen mit häufigem Kotabsetzen. Auch Schleim-und Blutbeimengungen können dabei auftreten.
Oft ähnelt die Infektion sehr stark in ihrer Symptomatik dem des Giardienbefalls.

Den Nachweis für eine Infektion findet man in einem PCR Test.
Der Erreger Tritrichomonas fötus ist resistent gegen die üblicherweise gängigen Wirkstoffe bei Giardien, wie Fenbendazol und Metronidazol.
Wobei anzumerken wäre, dass auch selbst gegen Giardien diese Wirkstoffe kaum mehr ihre erwünschte Wirkung zeigen.
In der Medizin wird der Wirkstoff Ronidazol aus der Medizin für Tauben empfohlen. Es heißt, er sei das Mittel der Wahl.

Ich persönlich würde Ronidazol nicht verwenden. Zu stark sind die Nebenwirkungen und auch die Zellschädigungen. Gerade bei den zur Zucht eingesetzen Tieren kann diese Medikament für Fehlentwicklungen der zukünftigen Würfe verantwortlich sein. Eine Zuchtpause von einem halben Jahr oder länger sollte nach Behandlung mit Ronidazol deshalb eingehalten werden.
Ronidazol ist für Katzen und Hunde nicht zugelassen, was aber nicht unbedingt etwas Negatives bedeuten muss.

Trotzdem sollte man sich bei Züchtern erkundigen, welche Erfahrungen diese mit Ronidazol gemacht haben. Ich selbst habe es noch nie gegeben oder geben müssen, daher kann ich auch keine Erfahrungen einbringen.
Aber ich weiß definitiv, dass Züchter mit Tritrichomonas fötus in ihrem Bestand erfolgreich ihre Tiere mit Carnidazol/ Spartrix behandelt haben.
Auch dieses Medikament wendet man in der Regel bei Tauben zur Beseitigung von Tritrichomonas fötus an. Ist also ebenso noch nicht für Hunde und Katzen zugelassen.
Hat sich aber zu einer erfolgreichen Behandlung bewährt und zeigt durch Erfahrungen verschiedener Züchter den gewünschten Erfolg.
Zudem ist es so gut wie nebenwirkungsfrei und führte nachweislich nicht zu Zellschädigungen bei dem Weiterverlauf des Zuchtgeschehens.

Ich möchte aber ausdrücklich betonen, dass wir bisher das Glück hatten noch nie Tritrichomonas fötus in unserer Zucht behandeln zu müssen und deshalb nur Erfahrungswerte durch Hörensagen weitergeben können.
Trotzdem vergewissere ich mich immer sehr genau, ob diese Tatsachenberichte der Wahrheit entsprechen. Kann also immer den Nachweis für meine Aussagen erbringen.


Chlostidien und E-coli

sind normale Darmbakterien, die im unserem Darm durchaus auch ihre Berechtigung haben.
Ohne sie und noch viele andere Bakterien würde unser Verdauungssystem nicht funktionieren.
Notwenig sind sie für die Aufspaltung der Nahrung und die Aufnahme der einzelnen Nährstoffe in unseren Kreislauf.
Aber wie bei vielem Anderen auch, ist ein Ungleichgewicht Ursache für Fehlfunktionen. Das bedeutet, zuviel des Notwendigem führt rasch zu dem bekanntesten Krankheitsbildes unseres Darmsystems,
nämlich dem Durchfall.

Der Körper einer Katze sorgt im Allgemeinen dafür, dass das Gleichgewicht der Darmbakterien optimal dosiert ist. Kommen aber außergewöhnliche Einflüsse in das Kreislaufsystem eines Tieres kann das die Ursache für die Instabilität dieser Bakterien bedeuten.
In erster Linie kennen wir die Lebensmittelvergiftungen. Schädliche Bakterien treffen auf gute Bakterien, die vermehren sich, bekämpfen die schädlichen Bakterien um sie dann schnell wieder loswerden zu wollen.
So haben wir den Durchfall.
Auch andere Infektionskrankheiten kennen wir und haben diese auch schon am eigenen Leib erfahren müssen. ( z.B Novoviren )

Aber auch Medikamente, die dafür gedacht sind krankmachende Keime in unserem Körper abzutöten haben ihre eigenen Tücken.
Sie können nicht immer die Guten von den Schlechen unterscheiden und reduzieren leider eben auch die wichtigen Darmkeime.
Dies führt erneut zu einem Ungleichgewicht im Darm.

Eine gesunde Katze bekommt so etwas schnell wieder in den Griff, dafür hat sie ein intaktes Immunsystem. Kranke Katzen, oder Jungtiere haben da größere Probleme.
Das Immunsystem ist bei Kranken und älteren Tieren stark reduziert. Auch Jungtiere  benötigen das ganze erste Lebensjahr um ein gesundes Immunsystem aufbauen zu können.
Diese Tiergruppen sind also besonders anfällig für Durchfallerkrankungen, die nur schwer ausheilen.

Die Tierärzte geben sehr schnell Antibiotika unmd meinen damit die Sache behoben zu haben.
Das Gegenteil ist aber der Fall. Gerade bei Antibiotika ausgelösten Chlostridienvermehrung/ E- Coliverschiebungen haben wir mit dem falschen Antibiotika eine zusätzliche Verschlimmerung des eigenlichen Problems. Zusätzlich setzt sich dann auch noch ein schöner Hefepilz obendrauf.

Antibiotikaassoziierte Kolitis !

Diese kann sich dann tatsächlich zu einer chronischen Darmentzündung ausweiten, die nur noch sehr schwer in den Griff zu bekommen sein wird.

Steht eine Diagnose mittels Kotuntersuchung vom Labor sicher fest, handelt sich es bei der Durchfallerkrankung ihres Tieres tatsächlich um vermehrte Chlostridien und verschobende E-coli. Kann man andere Ursachen, wie Parasiten oder Fremdkörper, Darminvaginationen, Tumore oder Polypen ausschließen, dann sollte man wie folgt behandeln.

Trockenfutter weg !
Wenn es der Zustand des Tieres zuläßt, einen Tag kein Futter. Oft ist das leider nicht möglich, da die Tiere aufgrund des Durchfalls schon sehr geschwächt sind.
Kaufen sie Rind- und Pute. kleingeschnitten und roh. Geben sie das Discouterfutter Kitekat in Sose oder Gelee dazu.
Verweigert das Tier diese Nahrung dürfen sie einen eßl. Thunfisch in Wasser über den Teller geben. Und natürlich Geduld haben. Nicht jede Katze stürzt sich sofort auf das Unbekannte.
Geben sie ihrem Liebling täglich 1-3 Tabletten Weihrauchpresslinge.
Muss leider eingegeben werden, da Katzen den Geruch von Weihrauch nicht tollerieren.
Lysin-Kapsel. je einmal am Tag für die erste Woche. Wenn sie da haben einen eßl. kolloidales Silberwasser zusätzlich über das Fleisch gießen. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass schon am nächsten Tag, der Kot geformt und fest ist. Auch der Blähbauch verschwindet sehr schnell.
Das Tier fühlt sich sichlich wohler und agiler.
Separieren müssen sie ihre Katze nur, sollten Jungtiere oder trächtige Mitbewohner im Haushalt leben, ansonsten ist sie keine Gefahr für gesunde Katzen.
Vermeiden sie alle laktosehaltigen Lebensmittel, auch kein Lachsöl, würde den Rückfall der Chlostridien und E-colivermehrung bewirken.
Metronidazoleinsatz kann helfen, aber nach Absetzten dieses AB`s wieder für Rückfälle sorgen.
Lieber füttere ich einen Monat "Kitekat" Nassfutter, als meinen Liebling mit noch mehr Antibiotika vollzustopfen.
Kitekat ist unter den Züchtern als minderwertiges Nassfutter verrufen.
Leider ist aber auch das bekanntlich " hochwertige Nassfutter" nicht immer auch ein gutes Futter.
Denken sie darüber nach was eine Katze in der Wildnis fressen würde.
Mäuse, Vögel, Käfer, Aas usw.
Hochwertig ist diese Nahrung unter Umständen nicht immer. Auch infiziert durch Krankheiten und Schmutz.
Aber es beinhaltet alle notwendigen Mineralstoffe und Spurenelimente.
Steigert das Immunsystem und stärkt das Tier.

Unsere Futtermittelindustrie hat schnell herausgefunden, dass immer mehr Katzenbesitzer das "beste Katzenfutter" bevorzugen. Auch gerne dafür mehr Geld ausgeben.
Aus diesem Grund wirbt die Industrie sehr stark mit angeblich hohen Proteinanteilen und hochwertigem Fleischzusatz, Getreide usw.

Gut gemeint ist aber nicht immer gut !

Der Organismus einer Katze ist oft nicht in der Lage dieses viel zu anspruchsvolle Futter zu verwerten. Es kostet ihn sehr viel Aufwand und Energie die Verdauung zu bewältigen.
Aufschlüsselung von Fetten, Eiweißen und Kohlenhydraten sind die Hauptfaktoren der Anstrengungen.
Also beachten sie immer genau was sie einkaufen. Getreideeiweiß kann eine Katze gar nicht aufnehmen, das sollte jeder Katzenbesitzer wissen. Ergo, diese Eiweiß belastet die Nieren/ Leber ungemein.Denn der Körper sieht es als Gift und versucht es loszuwerden.
Frischfleisch und Nassfutter kombiniert mit getreidefreiem Trofu ist sicherlich eine vernünftige Mischung.



Milchgebiss und Zahnwechsel

 
Katzen werden zunächst ohne Zähne geboren. In der dritten bis achten Lebenswoche brechen dann die ersten Zähnchen in dem kleinen Kiefer durch: Milchzähne. Dies nennt man in der Fachsprache “lacteale Dentition”. Mit acht bis zwölf Wochen verfügen Katzen bereits ein vollständiges Milchgebiss, das aus 26 kleinen, spitzen Zähnen besteht.
 
 
Die Milchzähne bleiben solange bestehen, wie im Kiefer der Katze noch der Platz für das endgültige Gebiss fehlt. Mit ungefähr dreieinhalb Monaten setzt bei Katzen der Zahnwechsel ein. Er dauert an, bis die Katze ungefähr ein halbes Jahr alt ist. Die bleibenden Zähne stoßen in dieser Zeit langsam durch (permanente Dentition) und parallel bilden sich die kleinen Wurzeln der Milchzähne zurück – somit haben auch Katzen Wackelzähne, die nach und nach ausfallen. Bei den meisten jungen Katzen fällt dies gar nicht auf. Sie verlieren ihre Milchzähne oft beim Fressen und verschlucken sie, andere spucken sie unbemerkt aus.

Wie bei Kindern kann auch bei Kätzchen das Zahnfleisch schon einmal jucken und schmerzen, wenn die bleibenden Zähne in den Kiefer treten. Dies merkt man meist daran, dass die Katze etwas speichelt oder weniger frisst als sonst. Das ist ganz normal. Hat die Katze jedoch abgebrochene Zähne im Maul oder offensichtlich starke Schmerzen, sollte man sie einem Tierarzt vorstellen.

Bei den meisten Katzen verläuft der Zahnwechsel allerdings unkompliziert. Mit etwa sieben Monaten ist ihr bleibendes Gebiss vollständig ausgeprägt. Es besteht nun aus 30 Zähnen. Wie beim Menschen kann es passieren, dass ein Zahn doppelt vorhanden ist, weil ein Milchzahn nicht ausfällt (Milchzahnpersistenz); dies ist bei Katzen jedoch selten. Passiert es doch einmal, muss der Tierarzt den Milchzahn in der Regel ziehen. Zudem kontrolliert er bei jungen Katzen, ob die Zähne gerade wachsen und sich keine abgebrochenen Zähne im Kiefer befinden, die das Zahnfleisch verletzen.




Krank nach Abgabe an den Käufer!

  

Immer wieder erlebe ich es, dass ein Jungtier nach Auszug / Abgabe an die Käufer krank wird. Das feedback der Käufer kommt meist nach 3-5 Tagen. Sorge, versteckter Vorwurf und Ärger der Käufer ist oft nicht zu überhören. Natürlich habe ich dafür Verständnis, denn die Käufer bezahlen viel Geld und wünschen sich ein gesundes Katzenbabie das keine Probleme macht. 

Es verhält sich ähnlich wie mit einem Elektrogerät. Ein teurer Fernseher, auf den man sich gefreut hat und eine Woche später funktioniert er nicht mehr fachgerecht. Natürlich wird da erst einmal die Schuld beim Hersteller gesucht. Ist auch so verständlich. Man selbst ist sich sicher nichts falsch gemacht zu haben. 

Leider ist es eben nicht immer so. Eine falsche Handhabung mangels Kenntnisse oder einfach der falsche Standort können Ursache für einen Defekt sein. 

Bei Tieren ist das noch spektakulärer. Oft sind die Gründe für eine Erkrankung der Kleinen unabsichtlich und auch örtlich bedingt. 

Ein Katzenbabie ist wie ein Menschensäugling. Anfällig für Infektionen und Keime. Es muss darauf geachtet werden, dass man nicht selbst erkältet ist und die Hände sollten regelmäßig gewaschen werden, auch auf Zugluft sollte man sensibel reagieren und diese verhindern. Mit der Nahrungsumstellung ist sorgfältig und langsam umzugehen und die Tiere sollten anfänglich keinem Stress ausgesetzt sein.

Es ist oft schwer begreifbar für die Käufer darauf zu achten, da es sich doch um ein Tier handelt, da macht man doch nicht solch einen Aufstand.

Das ist aber ein gewaltiger Irrtum.

Gerade weil es sich um Tiere handelt, muss man sich bewusst machen, dass diese umgesetzt wurden. Sie kamen aus ihrem gewohnten Umfeld mit den gewohnten Keimen und sitzen nun in einer anderen Umgebung mit völlig fremden Keimen, Gerüchen, evtl. anderen Artgenossen und neue Menschen. Alleine dieser Angststress bewirkt schon ein Herabsinken des Immunsystems und der kleine Welpe ist überdurchschnittlich empfindsam und anfällig für Infektionen. 

Sicher gibt es auch Zuchten in denen schon Erkrankungen vorhanden sind. Meist handelt es sich dabei um Parasiten oder auch Infektionskrankheiten wie Katzenschnupfen.

Gibt ein Züchter wissentlich ein Jungtier mit dieser Problematik an die Käufer weiter ist das schon sehr verwerflich.

Trotzdem, kein Züchter bastelt Krankheiten selbst. Aber er hat gewissenhaft damit umzugehen und sagt dem Käufer welche Probleme vorliegen.

Schwarze Schafe gibt es immer, davor dürfen wir uns auch nicht verschließen. Ich habe es mehrfach selbst erlebt. 

Nur, was mich immer wieder aufs Neue gewaltig verärgert ist, dass Tierärzte die selbst oft ihre Sorgfaltspflicht in ihren Praxen nicht einhalten und hygienemäßig unter alle Sau arbeiten, die schlimmsten Schimpfer bzgl. Katzenzüchter sind.

Solange Tierärzte nicht einmal ihren Behandlungstisch abwaschen, die Hände nach jedem Patienten desinfizieren, falsche Medikamente verwenden, aktive Impfstoffe impfen, keine Infusionen IV. bei Kaiserschnitten und anderem anwenden, solange Tiere mit Cortison voll gepumpt werden und in den Diabetes rutschen, solange Katzen mit Verdacht auf VIP eingeschläfert werden, solange unnötige Untersuchungen mit hohen Kosten verbunden den Tieren angetan werden, solange den Käufern das Geld aus der Tasche gezogen wird und oft kaum ein Hintergrundwissen bzgl. der einzelnen spezifischen  Erkrankungen bei Katzen vorliegt, solange Tierärzte nach einem Rechsstreit den Kläger darum bitten, dass dessen Rechsschutzversicherung die Kosten eines Vergleichs übernehmen soll, da der Tierarzt selbst kein Geld hat,( bekannter, regionaler Tierarzt wird nicht namentlich genannt) solange wird mein Verhältnis zu Tierärzten ehe als angespannt bezeichnet bleiben.

Ausnahmen sind natürlich  hier ausgeschlossen!
 

Bitte liebe Käufer, laden sie nicht bei Einzug eines Katzenbabies gleich die halbe Verwandtschaft ein, auch nicht die Nachbarskinder vom Spielplatz. Geben sie das gewohnte Futter und Katzenstreu und halten sie die einfachsten Hygienemaßnahmen ein. Lassen sie ihr neues Familienmitglied ankommen und dann haben sie viel Freude ein ganzes Katzenleben lang.

Bei Problemen wenden sie

"